Musik unter Sternen

Inspiration

Zu Gast in Musik unter Ster­nen ist am Sonn­tag, 29. Mai 2022, 19 Uhr Eka­te­ri­na Kofa­no­va, seit 2016 Titu­lar­or­ga­nis­tin an der Bas­ler Peters­kir­che. Die inter­na­tio­nal als Solis­tin täti­ge Musi­ke­rin ist auch pro­mo­vier­te Musik­wis­sen­schaft­le­rin. Zu ihrem Pro­gramm mit Wer­ken von Johann Lud­wig Krebs (1713–1780), J.S. Bach und Lou­is Vier­ne (1870–1937) schreibt sie: 

«Der ein­zi­ge Krebs im Bach»: Unter den zahl­rei­chen Schü­lern von J.S. Bach nahm J.L. Krebs eine beson­de­re Stel­lung ein. Wie kaum ein ande­rer Kom­po­nist sei­ner Genera­ti­on hat er ein umfang­rei­ches Orgel­werk hin­ter­las­sen, das von der Musik sei­nes Meis­ters inspi­riert ist und gleich­zei­tig der neu­en Epo­che – dem Über­gang zwi­schen dem Barock und der Klas­sik – angehört.

Auch DER gros­se Meis­ter J.S. Bach lern­te sein Leben lang, durch Stu­die­ren, Kopie­ren, Tran­skri­bie­ren. Als er die Kon­zer­te von Vival­di für sich ent­deck­te, war es ein fol­gen­rei­ches «Aha-Erleb­nis». Die Musik von Vival­di mit ihrer Vita­li­tät und der neu­ar­ti­gen Form inspi­rier­te Bach zu zahl­rei­chen Bear­bei­tun­gen und berei­cher­te sei­ne Musiksprache.

2022 wird der 200. Geburts­tag von César Franck gefei­ert – einem der bedeu­tends­ten fran­zö­si­schen Kom­po­nis­ten, dem «Vater der moder­nen fran­zö­si­schen Musik». Zu sei­nen begab­tes­ten Schü­lern zähl­te L. Vier­ne, lang­jäh­ri­ger Orga­nist an der Pari­ser Not­re-Dame. Gemein­sam mit Franck könn­te auch Vier­ne sagen: «Mei­ne Orgel ist mein Orches­ter» Die drei Sät­ze aus sei­ner 1. Orgel­sym­pho­nie sind wie drei mit Klang­far­ben der Orgel gemal­ten Bil­der: ein iro­nisch-flüch­ti­ges Scher­zo, ein wun­der­ba­res melo­di­sches Ada­gio und im Fina­le ein fest­li­ches Glockengeläut.

Eka­te­ri­na Kofa­no­va und Alex­an­dra Weid­lich freu­en sich, Sie zum Kon­zert und gemüt­li­chen Aus­tausch beim anschlies­sen­den Apé­ro zu begrüssen.

Domi­ni­que v. Hahn, Kirchenpflege